Nematodenschäden an Schwarzwurzel

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Der Anbau von Schwarzwurzeln kann durch Befall mit pflanzenparasitären Nematoden empfindlich gestört werden. Vor allem im Keimlingsstadium sind die Pflanzen sehr anfällig für einen Nematodenbefall.

 

Die wichtigsten Schadnematoden sind Meloidogyne chitwoodi, M. fallax, M. hapla, Paratrichodours und Trichodorus. Vereinzelt können auch weitere Arten wie z. B. Pratylenchus penetrans Schäden verursachen.

 

 

Meloidogyne (mehrere Arten)

 

Symptome:

Oberirdisch: Unregelmäßiger Auflauf, teils Absterben der Keimlinge; Symptome meist nur bei starkem Befall sichtbar. Oftmals weisen die Pflanzen augenscheinlich keine Schäden auf, zeigen aber erhebliche Qualitätsunterschiede.

Unterirdisch: Gallen an den Wurzeln; bei Meloidogyne chitwoodi und M. fallax sind die Gallen langgezogen, keine Seitenwurzelbildung; auf der Hauptwurzel teils wulstartige Verdickungen, die zu einem Qualitätsschaden führen; häufig erst bei der Ernte sichtbar; keine Beinigkeit der Hauptwurzel. Bei Befall mit M. hapla sind die Gallen rundlich; starke von den Gallen her ausgehende Seitenwurzelbildung; Beinigkeit der Hauptwurzel, jedoch keine Gallen auf der Hauptwurzel.

 

Gegenmaßnahmen:

Aufgrund der natürlichen Sterblichkeit der Tiere im Frühjahr kann durch eine spätere Aussaat der Schaden deutlich verringert bzw. vermieden werden. Dies gilt insbesondere bei Befall mit M. fallax. Zwei bis drei Monate Schwarzbrache während der Vegetationszeit kann die Nematodendichte bis zu 90% reduzieren. Darüber hinaus empfiehlt sich der Anbau von Nicht-Wirtspflanzen (M. chitwoodi/M. fallax: Bohnen, Tagetes; M. hapla: Getreide) und resistenten Zwischenfrüchten (z. B. verschiedene Ölrettichsorten).

 

 

Paratrichodorus & Trichodorus (mehrere Arten)

 

Symptome:

Oberirdisch: Absterben der Keimlinge, unregelmäßiger Auflauf. Schäden werden durch ein nasskaltes Frühjahr gefördert.

Unterirdisch: Da die Nematoden bevorzugt an den Zellen der Wurzelspitze saugen, stirbt diese ab und es kommt zu einer verstärkten Seitenwurzelbildung (Beinigkeit). Diese Verzweigungen treten aber nahezu ausschließlich an der Hauptwurzel auf, nicht aber an den Seitenwurzeln.

 

Gegenmaßnahmen:

Keine Aussaat in kalte, nasse Böden. Auf Problemflächen empfiehlt es sich zu warten, bis die Bodentemperatur über 10°C angestiegen ist. Dann haben die Pflanzen einen besseren Start und wachsen schneller aus dem empfindlichen Stadium heraus.